Ralf Riemke hat im fränkischen Fußball einen neuen Akzent gesetzt. Der neue Kreisspielleiter, der im Herzen einer Region aufgewachsen ist, in der der Fußball nicht nur Sport, sondern auch eine Art Religion ist, bringt nicht nur frischen Wind in die administrative Ebene des Fußballs, sondern auch eine tief verwurzelte Leidenschaft und einen unkonventionellen Ansatz. Doch was treibt einen Mann an, der sich in einem oft als trocken empfundenen Büroalltag bewegt? Es sind die Menschen, die Geschichten, die Traditionen und die unzähligen Momente, die den Fußball zur schönsten Nebensache der Welt machen.
Der Mensch hinter dem Amt
Riemke ist kein Unbekannter im fränkischen Fußball. Als ehemaliger Spieler und Trainer hat er die Höhen und Tiefen des Amateurfußballs am eigenen Leib erfahren. „Der Fußball ist mehr als nur ein Spiel“, sagt Riemke in einem Gespräch, das von der Wärme seiner Stimme und der Leidenschaft in seinen Augen geprägt ist. „Es ist ein Lebensgefühl, eine Gemeinschaft. Wenn ich die Kreisspielleiter-Tätigkeit übernehme, dann will ich genau das zurückgeben: die Freude am Spiel und den Zusammenhalt in den Vereinen.“
Seine ersten Schritte im Fußball begann Riemke in den kleinen Orten um Bamberg, wo er mit Freunden auf dem Bolzplatz kickte und sich die ersten Träume vom großen Sport ausmalte. Heute ist er sich der Verantwortung bewusst, die mit seinem neuen Amt einhergeht. Die Vereine der Region sind oft das Herzstück ihrer Gemeinschaften, und Riemke weiß, dass er nicht nur einen Job ausübt, sondern eine wichtige Rolle in vielen Lebensgeschichten spielt.
Leidenschaft für die Vereinsgemeinschaft
Ein zentrales Anliegen Riemkes ist die Förderung der Vereinsgemeinschaft. „Die kleinen Vereine sind die Wurzeln des Fußballs“, erklärt er. „Hier werden Freundschaften fürs Leben geschlossen, hier lernen Kinder das Fairplay und den Umgang mit Niederlagen.“ Diese Überzeugung bringt er auch in seine Arbeit ein. Der neue Kreisspielleiter setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen, um deren Bedürfnisse und Sorgen zu verstehen.
„Es ist wichtig, dass wir die Stimmen der kleinen Vereine hören“, betont Riemke. „Oft haben sie das Gefühl, dass ihre Anliegen in der großen Fußballwelt nicht gehört werden. Das möchte ich ändern.“ Um das zu erreichen, plant er regelmäßige Treffen mit Vertretern der Vereine, um gemeinsam Lösungen zu finden und den Austausch zu fördern. „Es geht nicht nur um die Ergebnisse, sondern um die Menschen dahinter“, fügt er hinzu.
Herausforderungen und Chancen
In Riemkes neuem Amt wird er nicht umhin kommen, sich mit den Herausforderungen des modernen Fußballs auseinanderzusetzen. Die Konkurrenz um Spieler und Sponsoren wird immer größer, die finanziellen Mittel sind oft begrenzt. Doch anstatt sich davon entmutigen zu lassen, sieht Riemke in diesen Herausforderungen auch Chancen. „Wir müssen kreativ sein und neue Wege finden, um unsere Vereine zu unterstützen“, erklärt er. „Das bedeutet auch, neue Formate zu entwickeln, die den Fußball für jüngere Generationen attraktiv machen.“
Er hat bereits erste Ideen skizziert, darunter ein regionales Turnier, das nicht nur den sportlichen Wettkampf fördert, sondern auch ein Fest für die gesamte Gemeinschaft werden soll. „Fußball ist ein soziales Ereignis“, sagt Riemke. „Es bringt Menschen zusammen, schafft Erinnerungen und lässt uns die alltäglichen Sorgen für einen Moment vergessen.“
Rückhalt der Fans
Riemkes Ansatz findet bereits Anklang bei den Fans und Vereinsmitgliedern. Viele schätzen seine offene Art und die Bereitschaft, zuzuhören. „Es ist beruhigend zu wissen, dass wir einen Kreisspielleiter haben, der nicht nur im Büro sitzt, sondern auch das Herz für die Vereine schlägt“, sagt ein langjähriger Fan eines lokalen Vereins. Diese Rückmeldungen sind für Riemke nicht nur Bestätigung seines Schaffens, sondern auch Ansporn, weiterzumachen.
Die Leidenschaft der Fans ist ein weiterer Grund, warum Riemke für den Fußball brennt. „Die Emotionen, die ein Spiel mit sich bringt, sind unbeschreiblich“, sagt er. „Ob es das Jubeln über ein Tor ist oder die Trauer über eine Niederlage, all das verbindet uns. Und dafür müssen wir als Verbandsvertreter sorgen, dass diese Emotionen auch in Zukunft spürbar bleiben.“
Fazit: Ein Mensch mit einer Mission
Ralf Riemke ist mehr als nur ein Kreisspielleiter; er ist ein Brückenbauer zwischen den Vereinen, den Fans und dem Fußballverband. Seine Vision ist klar: Er möchte den Amateurfußball in Franken stärken und ihm den Platz geben, den er verdient. Mit seiner Leidenschaft, seinem Engagement und seiner Menschlichkeit zeigt er, dass der Fußball eben nicht nur ein Spiel ist, sondern ein Teil unserer Kultur, der uns alle verbindet.
In einer Welt, die oft von Kommerzialisierung und schnellem Erfolg geprägt ist, steht Riemke für die Rückbesinnung auf die Werte, die den Fußball ausmachen. Die Geschichten der kleinen Vereine, die Traditionen und die Menschen, die sie tragen, werden durch ihn wieder hörbar. Und genau diese menschliche Note ist es, die den Fußball in Franken lebendig hält – dank eines Mannes, der mit Herz und Seele für seine Aufgabe kämpft.