Ute Groth ist eine der stillen Heldinnen des Frauenfußballs in Deutschland. Sie ist nicht einfach nur eine Unterstützerin – sie ist eine leidenschaftliche Kämpferin für die Sichtbarkeit und Wertschätzung des Frauenfußballs, eine Brückenbauerin zwischen den Generationen und eine unverzichtbare Stimme in einer Sportwelt, die oft von traditionellen Männermustern dominiert wird. Ihre Geschichte ist nicht nur eine persönliche Erzählung, sondern spiegelt auch den Weg und die Herausforderungen wider, die viele Frauen im Fußball erlebt haben.
Ein Leben für den Fußball
Geboren in den späten 1950er Jahren in einer Zeit, in der Frauen im Sport oft nicht die gleiche Anerkennung fanden wie ihre männlichen Kollegen, wuchs Ute Groth in einer Familie auf, in der Fußball nicht nur eine Leidenschaft, sondern eine Lebensart war. Ihr Vater war ein begeisterter Anhänger des Spiels, und schon früh war Utes Herz für den Fußball entflammt. „Ich erinnere mich, wie ich mit meinem Vater auf dem Sportplatz stand, ihn anfeuerte und selbst den Ball kicken wollte“, erzählt sie. Diese frühen Erfahrungen prägten nicht nur ihre Liebe zum Sport, sondern auch das Bewusstsein für die Herausforderungen, die Frauen im Fußball gegenüberstehen.
Ute selbst verzichtete auf eine aktive Karriere als Spielerin, doch ihr Engagement blieb ungebrochen. Stattdessen fand sie ihren Platz als Trainerin, Mentorin und später als Funktionärin. „Der Fußball ist ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft. Hier werden Werte wie Teamgeist, Respekt und Fairness gelehrt – Dinge, die über das Spielfeld hinausgehen“, sagt sie mit Überzeugung. Diese Erkenntnis führte sie dazu, sich nicht nur für ihre Spielerinnen, sondern auch für die Entwicklung des Frauenfußballs insgesamt einzusetzen.
Brückenbauerin zwischen Generationen
Eines der zentralen Anliegen Utes ist es, Brücken zwischen den verschiedenen Generationen von Spielerinnen, Trainerinnen und Fans zu schlagen. „Es ist wichtig, dass die jungen Spielerinnen nicht nur ihre eigenen Talente entfalten, sondern auch die Geschichte und die Kämpfe derjenigen kennen, die vor ihnen gespielt haben“, betont sie. In Workshops und öffentlichen Veranstaltungen vermittelt Ute nicht nur fußballerisches Wissen, sondern auch die kulturellen und sozialen Kontexte, in denen der Frauenfußball entstanden ist.
Durch ihre Arbeit hat sie zahlreiche Frauen inspiriert, sich im Fußball zu engagieren – sei es als Spielerin, Trainerin oder Funktionärin. Ihre Vorbilder waren oft Frauen, die gegen Widerstände ankämpfen mussten, und Ute hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tradition fortzuführen. „Es gibt so viele Geschichten von Frauen, die im Schatten stehen, aber jede hat das Potenzial, gehört zu werden“, sagt sie.
Engagement für Sichtbarkeit und Gleichberechtigung
Ute Groths Engagement erstreckt sich jedoch über das Spielfeld hinaus. Sie kämpft aktiv für die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung im Sport. „Es ist unverständlich, dass Frauenfußball oft weniger Beachtung findet. Die Leistungen, die die Spielerinnen auf den Platz bringen, sind bemerkenswert und verdienen die gleiche Wertschätzung“, erklärt sie.
Mit ihrer Initiative hat sie nicht nur an der Basis gearbeitet, sondern auch Lobbyarbeit geleistet, um die Rahmenbedingungen für den Frauenfußball zu verbessern. Sie hat sich an die Verbände gewandt, um auf Missstände aufmerksam zu machen, und hat an zahlreichen Podiumsdiskussionen teilgenommen, um für die Gleichberechtigung im Fußball zu kämpfen. „Wir müssen die Stimmen der Frauen stärken und dafür sorgen, dass ihre Geschichten erzählt werden“, ist ihr Motto.
Gemeinschaft und Solidarität
Eine von Utes bedeutendsten Überzeugungen ist die Kraft der Gemeinschaft und Solidarität im Frauenfußball. „Wenn wir zusammenarbeiten und unsere Erfahrungen teilen, können wir Veränderungen bewirken“, sagt sie. Diese Philosophie zieht sich durch all ihre Aktivitäten, sei es in der Zusammenarbeit mit anderen Trainerinnen oder in der Unterstützung von Spielerinnen in ihrer Entwicklung.
Ute hat zahlreiche Netzwerke aufgebaut, die Frauen im Fußball miteinander verbinden. Diese Plattformen bieten nicht nur Raum für Austausch und Unterstützung, sondern fördern auch die Sichtbarkeit und Anerkennung der Leistungen von Spielerinnen. „Gemeinsam sind wir stärker, und gemeinsam können wir Veränderungen herbeiführen“, ist Ute überzeugt.
Fazit: Ein Vermächtnis für die Zukunft
Ute Groth ist mehr als nur eine Förderin des Frauenfußballs – sie ist eine Visionärin, die den Sport lebendig hält. Durch ihr Engagement inspiriert sie nicht nur die nächste Generation von Spielerinnen, sondern verändert auch die Wahrnehmung des Frauenfußballs in der Gesellschaft. Ihr Traum von einer Welt, in der Frauenfußball die gleiche Anerkennung und Unterstützung wie der Männerfußball erhält, ist noch nicht erfüllt, doch mit jeder Initiative, die sie ergreift, kommen wir diesem Ziel näher.
In einer Zeit, in der die Stimmen der Frauen im Fußball immer lauter werden, ist Ute Groth eine unerschütterliche Pionierin. Ihr Vermächtnis ist ein Aufruf an uns alle, den Frauenfußball zu unterstützen, zu feiern und ihn als einen gleichwertigen Teil der Fußballkultur zu akzeptieren. Die Zukunft des Frauenfußballs ist hell – und Ute Groth ist eine derjenigen, die dafür sorgen, dass sie immer heller wird.




