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Ute Groth: Pionierin des Frauenfußballs
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Porträt

Ute Groth: Pionierin des Frauenfußballs

Eine kraftvolle Stimme für Gleichheit und Sichtbarkeit im Sport

Michael Koch

Porträt-Spezialist

•27. Februar 2026•Lesezeit: 5 Min.•Zuletzt aktualisiert: 30. Juni 2026
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Ute Groth ist mehr als nur ein Name in der Welt des Frauenfußballs. Sie ist eine Pionierin, die mit Leidenschaft und unermüdlichem Engagement für die Sichtbarkeit und Anerkennung des Frauenfußballs kämpft. In einer Sportkultur, die oft von den Geschichten der männlichen Kollegen dominiert wird, stellt Ute Groth eine kraftvolle Stimme dar – eine Stimme, die für Fortschritt und Gleichheit steht.

Eine Kindheit im Schatten des Fußballs

Ute Groth wuchs in einer Zeit auf, in der Frauenfußball nicht nur als unkonventionell, sondern auch als gesellschaftlich inakzeptabel galt. In den 70er Jahren, als das Runde noch nicht ins Eckige sollte, führte sie ihre ersten Spiele im Hinterhof ihres Elternhauses aus, umgeben von einer Welt, die oft nicht verstand, warum ein Mädchen lieber mit dem Ball als mit Puppen spielte. Diese frühen Erfahrungen prägten sie nicht nur als Spielerin, sondern auch als Kämpferin für die Rechte von Frauen im Sport.

„Es war nie einfach, sich durchzusetzen“, erinnert sich Ute. „Aber ich wusste, dass ich für etwas Größeres kämpfte. Ich wollte nicht nur selbst spielen, sondern auch anderen Mädchen und Frauen zeigen, dass es ihren Platz im Fußball gibt.“ Diese Überzeugung führte sie auf eine Reise, die sie an viele Orte in Deutschland und darüber hinaus brachte – eine Reise, die sie nicht nur als Spielerin, sondern auch als Trainerin und Mentorin weiterführte.

Die Gründung von „Fußball für Frauen“

Mit dem Ziel, eine Plattform für Frauen im Fußball zu schaffen, gründete Ute Groth das Projekt „Fußball für Frauen“. Dieses Engagement sollte nicht nur Sportlerinnen eine Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten zu entwickeln, sondern auch eine Gemeinschaft zu schaffen, die Frauen im Fußball stärkt. „Es geht nicht nur um den Sport, sondern um die Beziehungen, die wir aufbauen, um die Geschichten, die wir teilen“, erklärt sie.

Das Projekt wuchs schnell und zog Frauen aus allen Lebensbereichen an. Es bot Workshops, Trainingslager und die Chance, an Turnieren teilzunehmen. Ute Groth wurde zu einer Mentorin, die jungen Spielerinnen nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen vermittelte. „Ich wollte, dass sie wissen, dass sie Teil von etwas Besonderem sind. Frauen müssen sich gegenseitig unterstützen, um im Sport erfolgreich zu sein“, sagt sie mit einem Funkeln in den Augen.

Ein Kampf um Gleichheit und Sichtbarkeit

Doch das Engagement von Ute Groth geht weit über die Grenzen des Platzes hinaus. In einer Zeit, in der der Frauensport oft noch als zweitklassig angesehen wird, stellte sie sich den Herausforderungen und Ungerechtigkeiten, die Frauen im Fußball begegnen. „Als ich anfing, über Gleichheit im Sport zu sprechen, stieß ich auf viele Widerstände“, erinnert sich Ute. „Aber ich ließ mich nicht entmutigen. Ich wusste, dass es wichtig war, diese Diskussion zu führen.“

Sie wurde eine gefragte Sprecherin auf Konferenzen und in den Medien, um das Bewusstsein für die Diskrepanzen zwischen Männer- und Frauenfußball zu schärfen. Ihre Stimme war klar und unmissverständlich: Frauen verdienen die gleiche Unterstützung, Wertschätzung und Anerkennung wie ihre männlichen Kollegen. „Ich wollte nicht länger, dass wir im Schatten stehen. Wir haben das Recht, gesehen und gehört zu werden“, betont sie.

Die Kraft der Gemeinschaft

Ute Groth hat es verstanden, eine Gemeinschaft zu schaffen, die weit über den Sport hinausgeht. Die Frauen, die sie trainierte und unterstützte, wurden zu Freundinnen, zu Verbündeten im Kampf für Gleichheit und Sichtbarkeit. Zusammen haben sie wichtige Meilensteine erreicht, sei es durch lokale Turniere oder durch die Teilnahme an nationalen Wettbewerben.

„Der Fußball hat eine unglaubliche Kraft, Menschen zu vereinen“, sagt Ute. „Es ist eine Sprache, die überall verstanden wird. Und ich habe gesehen, wie Frauen sich gegenseitig unterstützen können, um ihre Träume zu verwirklichen.“ Diese Gemeinschaft, die sie geschaffen hat, ist mehr als nur ein Netzwerk; es ist ein Raum der Solidarität, in dem Frauen ihre Geschichten erzählen und voneinander lernen können.

Ein Blick in die Zukunft

Ute Groth ist eine Visionärin, die die Zukunft des Frauenfußballs maßgeblich beeinflusst. Ihr Engagement ist ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Menschen sich für das einsetzen, woran sie glauben. „Ich sehe eine Zukunft, in der Frauen im Fußball nicht nur akzeptiert, sondern gefeiert werden“, sagt sie. „Es muss unser Ziel sein, eine neue Generation von Spielerinnen zu inspirieren und ihnen zu zeigen, dass sie alles erreichen können, was sie sich wünschen.“

Während sich das Gesicht des Frauenfußballs verändert und die Anerkennung wächst, bleibt Ute Groth ein unermüdlicher Kämpfer. Sie erinnert uns daran, dass der Weg zur Gleichheit noch lang ist, dass es aber auch die Stimmen von Menschen wie ihr sind, die den Sport und die Gesellschaft insgesamt verändern können. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir müssen weiterarbeiten, um sicherzustellen, dass die nächste Generation von Frauen im Fußball die Unterstützung und die Ressourcen erhält, die sie verdient“, schließt sie.

Ute Groth ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Leidenschaft und Entschlossenheit die Welt verändern können. Sie hat nicht nur den Frauenfußball vorangebracht, sondern auch das Bewusstsein für die kulturellen und sozialen Herausforderungen geschärft, mit denen Frauen im Sport konfrontiert sind. Ihr Vermächtnis ist nicht nur auf den Platz beschränkt, sondern wirkt bis in die Herzen derer, die den Mut finden, für ihre Träume zu kämpfen.

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