In der beschaulichen Stadt Aurich, wo die Wellen des Jadebusens sanft gegen den Deich schlagen und die Menschen noch mit einem Lächeln grüßen, gibt es einen Namen, der in sportlichen Kreisen immer wieder aufblitzt: Garrelt Hippen. Der 27-Jährige hat sich nicht nur in der Welt des Fußballs einen Namen gemacht, sondern auch im Handball. Sein Leben ist ein ständiger Balanceakt zwischen zwei leidenschaftlichen Sportarten, die, obwohl sie auf den ersten Blick so unterschiedlich scheinen, ein und dieselbe Quelle der Freude, des Schmerzes und der Gemeinschaft sind.
Ein Leben zwischen zwei Welten
Wie viele Kinder in Deutschland wuchs Garrelt mit einem Ball in der Hand auf. Doch bei ihm war es nicht nur der Fußball, der seine Freizeit füllte. Der kleine Garrelt war genauso oft auf dem Handballfeld zu finden. „Es war nie nur der eine Sport für mich“, erinnert er sich lächelnd. „Die Magie des Fußballs hat mich seit meiner Kindheit gefesselt, aber die Geschwindigkeit und die Dynamik des Handballs haben mich ebenfalls begeistert.“ Diese duale Leidenschaft hat ihn geprägt, und in Aurich wird er oft als der „Zwei-Sportler“ bezeichnet.
Diese Vielseitigkeit ist nicht ohne Herausforderungen. Die Entscheidung, sich für eine Richtung zu entscheiden, fiel ihm nicht leicht. „Manchmal fühlte es sich an, als müsste ich mich entscheiden, wer ich wirklich bin“, gesteht Garrelt. Doch anstatt sich für einen Sport zu entscheiden, lernte er, beide Welten zu schätzen und die Stärken beider Disziplinen zu kombinieren. „Fußball lehrt Geduld und Teamarbeit, Handball hingegen erfordert Schnelligkeit und einen kühlen Kopf“, so sein Fazit.
Der Fußball als Lebensgefühl
„Wenn ich auf dem Platz stehe, fühle ich mich lebendig“, sagt Garrelt und seine Augen leuchten. Es ist nicht nur das Spiel selbst, das ihn antreibt, sondern auch die Gemeinschaft, die sich um den Fußball rankt. „Die Fans, die Leidenschaft, das Zusammenspiel mit den anderen – das ist mehr als nur Sport, das ist ein Lebensgefühl.“ In Aurich, wo die lokale Mannschaft in der Kreisliga spielt, ist die Verbindung zur Community tief verwurzelt. Die Spiele sind nicht nur Veranstaltungen, sie sind Familientreffen, bei denen die Menschen zusammenkommen, um zu jubeln, zu leiden und zu feiern.
Garrelt ist sich der Verantwortung, die mit seiner Rolle einhergeht, bewusst. Als Kapitän des Teams ist er nicht nur für die Leistung auf dem Platz verantwortlich, sondern auch für den Teamgeist und die Motivation seiner Mitspieler. „Ich möchte, dass jeder Spieler das Gefühl hat, Teil von etwas Größerem zu sein“, erklärt er. Seine Leidenschaft hat die Kraft, die Menschen zu vereinen, und das sieht man in den Augen der Fans, die jedes Wochenende zum Spiel kommen, um ihre Mannschaft zu unterstützen.
Handball: Ein schneller Puls
Während der Fußball seine Wurzeln in der Tradition hat, ist der Handball für Garrelt eine andere Art der Herausforderung. Die Saison ist intensiv, die Spiele gehen schnell und sind oft unvorhersehbar. „Im Handball musst du blitzschnell Entscheidungen treffen und dein Team immer im Blick haben“, sagt er. Diese Eigenschaften haben Garrelt nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch wachsen lassen.
„Jeder Wurf, jeder Pass, jede Abwehr ist ein Ausdruck von Teamarbeit“, reflektiert er. Der Handball hat ihm gezeigt, was es bedeutet, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und auf die Stärken seiner Mitspieler zu vertrauen. Diese Lektionen hat er in seine Fußballkarriere übertragen, wo er oft als Bindeglied zwischen seinen Mitspielern fungiert.
Die Herausforderung der Balance
Mit einem vollen Terminkalender, der Trainingseinheiten, Spiele und persönliche Verpflichtungen umfasst, ist es eine Herausforderung, beiden Sportarten gerecht zu werden. „Es ist ein ständiges Jonglieren“, gibt Garrelt zu. „Manchmal fühlt es sich an, als ob ich den Ball fallen lasse.“ Doch das Gefühl, immer wieder aufstehen zu können, hat ihn geprägt.
„Es gibt Tage, an denen ich müde bin, an denen ich einfach nur nach Hause kommen und die Füße hochlegen möchte“, sagt er. „Aber dann erinnere ich mich an die Freude, die der Sport mir bringt, und das macht alles wett.“ Garrelt ist ein Beispiel für die Entschlossenheit und den unbändigen Willen, der in vielen Sportlern zu finden ist. Sein Ziel ist es nicht nur, erfolgreich zu sein, sondern auch andere zu inspirieren, ihren eigenen Weg zu finden und zu verfolgen.
Fazit: Ein Vorbild für die nächste Generation
Garrelt Hippen ist mehr als nur ein talentierter Sportler – er ist ein Symbol für die Kraft des Sports, der Menschen zusammenbringt, Gemeinschaften bildet und individuelle Charaktere formt. In einer Zeit, in der die Welt oft von Distanz und Isolation geprägt ist, stellt er unter Beweis, dass die Verbindung zu anderen durch den Sport stärker ist als je zuvor.
Seine Geschichte ist eine Einladung an alle, die Leidenschaft für etwas zu entdecken und nicht davor zurückzuschrecken, mehrere Wege zu gehen. Denn am Ende des Tages sind es die Erfahrungen, die wir sammeln, und die Menschen, die wir treffen, die uns zu dem machen, wer wir sind. Garrelt ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass es nicht nur um den Sieg auf dem Platz geht, sondern um die Lektionen, die uns das Leben lehrt – und die Freundschaften, die wir auf diesem Weg schließen.