Die Sonne steht tief über Georgensgmünd, und der Duft von frisch gemähtem Gras liegt in der Luft. Auf dem kleinen Sportplatz des TSV Georgensgmünd, wo das Herz des Vereins schlägt, sitzt Thomas „Asche“ Aschenbrenner auf der Bank und beobachtet das Treiben auf dem Feld. Er ist mehr als nur ein Trainer; er ist die Seele dieses Klubs, ein Mann, der nicht nur Fußball liebt, sondern auch die Menschen, die ihn umgeben. Hier, wo die Zeit stillzustehen scheint, wird deutlich, dass Aschenbrenner weit mehr als ein einfacher Sportler ist. Er ist ein Bindeglied zwischen Generationen, ein Mentor und ein Freund.
Ein Leben für den Fußball
Thomas Aschenbrenner, den alle nur „Asche“ nennen, ist in Georgensgmünd aufgewachsen. Schon als Kind war der Fußball Teil seines Lebens. Die Leidenschaft wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. „In diesem Dorf hat jeder einen Bezug zum Fußball“, erzählt er mit einem Lächeln auf den Lippen. „Hier ist der Platz unser Lebenszentrum. Wir haben gelacht, geweint, gefeiert und verloren – alles auf diesem kleinen Stück Rasen.“ Diese Verbundenheit spiegelt sich in seinem Engagement wider.
Wenn man ihn beobachtet, sieht man, wie er die Spieler, ob jung oder alt, mit einem aufmunternden Wort oder einem herzlichen Klaps auf die Schulter motiviert. Aschenbrenner hat ein feines Gespür für die Bedürfnisse seiner Schützlinge. Er weiß, dass Fußball nicht nur ein Sport ist, sondern auch ein sozialer Kitt, der Menschen zusammenbringt. „Es geht um mehr als nur die Ergebnisse; es geht um Gemeinschaft“, sagt er und betont, dass er stets versucht, eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder Spieler wohlfühlt.
Der Weg des Trainers
Nach Stationen in höheren Ligen und einer erfolgreichen Spielerkarriere kehrte Aschenbrenner vor einigen Jahren zurück zu seinen Wurzeln. „Ich wollte etwas zurückgeben“, erklärt er. „Die Zeit, die ich hier verbracht habe, hat mich geprägt. Es war an der Zeit, etwas von dieser Liebe weiterzugeben.“ Seine Rückkehr war nicht nur ein beruflicher Schritt, sondern auch eine persönliche Entscheidung. „Ich wollte die Kinder und Jugendlichen unterstützen, die gleichen Erfahrungen zu machen, die ich hatte.“
Als Trainer hat er ein feines Gespür für Taktik und Technik, doch seine größte Stärke liegt in der Fähigkeit, Vertrauen zu schaffen. Bei jedem Training und jedem Spiel zeigt er, dass jeder Einzelne zählt. Egal ob es der talentierte Stürmer ist oder der zurückhaltende Abwehrspieler, für Aschenbrenner ist jeder wichtig. „Ich sage meinen Spielern immer: Euer Wert ist nicht nur das, was ihr auf dem Platz leistet. Es geht darum, als Mensch zu wachsen“, erklärt er und erinnert sich an die vielen Gespräche, die er mit seinen Spielern geführt hat – Gespräche über das Leben, das Erwachsenwerden und die Herausforderungen, die damit einhergehen.
Fußball als Lebensschule
Die Werte, die Aschenbrenner vermittelt, gehen über den Fußball hinaus. „Wir sind hier nicht nur, um Tore zu schießen oder Meisterschaften zu gewinnen. Wir sind hier, um Charakter zu formen“, sagt er mit Nachdruck. An diesem Punkt wird klar, dass Fußball für ihn nicht nur ein Spiel ist, sondern eine Lebensschule. „Disziplin, Respekt und Teamgeist sind Dinge, die du nicht nur auf dem Platz lernst, sondern die dich dein ganzes Leben begleiten.“
In einer Zeit, in der der Profifußball oft von Millionen und Ruhm geprägt ist, gelingt es ihm, den Fokus auf das Wesentliche zu legen. „Hier in Georgensgmünd geht es um den Spaß am Spiel, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Wenn wir am Sonntag auf dem Platz stehen, dann sind wir eine Familie.“ Diese Philosophie zieht sich durch den gesamten Verein und schafft eine Atmosphäre, in der sich jeder willkommen fühlt.
Eine Geschichte voller Emotionen
Die emotionalen Momente, die Aschenbrenner und sein Team erleben, sind zahlreich. Ob es der Aufstieg in die nächste Liga ist oder eine herbe Niederlage gegen einen Rivalen – alles wird gemeinsam getragen. „Wir sind hier für die Höhen und die Tiefen“, erklärt er. „Jede Niederlage tut weh, aber sie lehrt uns auch, wieder aufzustehen und weiterzumachen.“
Gerade in den schweren Zeiten zeigt sich die Stärke des Vereins und der Trainer. „Wenn du siehst, wie die Jungs sich gegenseitig unterstützen und aufmuntern, dann weißt du, dass du alles richtig gemacht hast“, reflektiert Aschenbrenner. Er hat nicht nur ein Team geformt, sondern eine Familie geschaffen, die durch dick und dünn geht.
Ein Ausblick in die Zukunft
Was die Zukunft für Thomas Aschenbrenner und den TSV Georgensgmünd bereithält, ist ungewiss, doch eines steht fest: Die Leidenschaft für den Fußball und die Liebe zu den Menschen werden immer im Mittelpunkt stehen. „Ich hoffe, dass wir weiterhin eine positive Atmosphäre schaffen können, wo jeder die Chance hat, sich zu entwickeln“, sagt er mit einem Funkeln in den Augen.
Seine Vision ist klar: „Wir wollen nicht nur Erfolg im Sport, sondern auch im Leben.“ Und während die ersten Sonnenstrahlen des Tages über den Platz scheinen, wird deutlich: Hier in Georgensgmünd wird nicht nur Fußball gespielt, hier wird eine Kultur des Miteinanders gelebt. Thomas „Asche“ Aschenbrenner ist der Herzschlag dieses Vereins, und seine Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Fußball Menschen verbinden kann.
Wenn die nächsten Spiele anstehen, wird Aschenbrenner auf der Bank sitzen, die Augen auf das Spielfeld gerichtet, und mit jedem Schuss auf das Tor wird er daran erinnert, dass es nicht nur um den Sieg geht, sondern um die gemeinsamen Momente, die Erinnerungen, die entstehen, und die Menschen, die man auf dem Weg trifft. In der kleinen Welt von Georgensgmünd spielt der Fußball eine große Rolle – ein Spiel, das weit über das Feld hinausgeht.